Deutsche Meister in der Kata: PSV Oberhausen erfolgreich in Erlangen 30.06.2019

Bei der diesjährigen deutschen Judo-Katameisterschaft, bei der eine genau festgelegte Anzahl und Art von Würfen, Hebeln, Würge- oder Bodentechniken gezeigt werden muss, starteten aus Oberhausen in der Wurf-Kata (Nage-no-Kata) Yusuf Arslan vom PSV Oberhausen mit seinem Partner Sergio Sessini vom Tunerbund Osterfeld. Als elffache (!) Deutsche Meister und mehrfache Sportler des Jahres Oberhausen wussten sie ihre Heimatstadt gut zu vertreten. Nach der Qualifikation bei der Westdeutschen Meisterschaft traten sie auch zusätzlich zur Nage-no-Kata auch in der Katame-no-kata (das Zeigen von Techniken im Boden) an. Sie enttäuschten ihren Trainer Kalle Bartsch (PSV Oberhausen), der als Welt-Wertungsrichter und selbst zweifacher Deutscher Meister in der Nage-no-kata natürlich weiß, was man tun muss, um in der Spitze dabei zu sein, nicht: Den zwölften Titel holten sie sich.

Einige Zeit später standen sie erneut auf dem Podium. In der Katame-no-kata erreichten sie wie im letzten Jahr mit einem minimalen Punkteabstand (2 Punkte zu Platz 2 und 6 Punkte zu Platz 1) wieder Rang drei. Durch ihre langjährigen Erfolge wurden sie für die im September stattfindenden Weltmeisterschaften in Süd Korea nominiert.

Ebenfalls bei der Deutschen Katameisterschaft traten der ID-Judoka (Sportler mit einer geistigen Beeinträchtigung) Andreas Gramsch (1. Budokan Hünxe) mit seiner Unified Partnerin Dr. Nina Völkel (PSV Oberhausen) an.

Der Start der Paarung Gramsch/Völkel stand zu Beginn unter keinem guten Stern. Andreas Gramsch war bereits vor Ort. Die Anreise von Nina Völkel jedoch gestaltete sich als etwas schwierig. Sie konnte aus  beruflichen Gründen erst am Wettkampfmorgen anreisen. Zusammen mit Lisa, die als DJB-Jugendsprecherin bei der Auswertung der Bewertungsbögen unterstützte sollte, und Marco ging es um 2 Uhr nachts in Oberhausen los. Die Fahrt endete aber vorerst in der Nähe von Düsseldorf. Ein übersehener Fuß einer Warnbarke, der auf der Fahrbahn lag, führte dazu, dass man sich einen Plattfuß einfuhr.  Durch die tatkräftige Unterstützung von Peter Binner wurde ein Ersatzauto zur Autobahn gebracht und die Fahrt ging für Nina und Lisa weiter.

Dank Peters Hilfe wurde die Halle in Erlangen noch rechtzeitig zur Anmeldung erreicht. Da der Start der inklusiven Kata erst am frühen Nachmittag war, konnte man den Schreck der Hinfahrt noch gut verarbeiten. Voll konzentriert ging es dann um 14 Uhr, als erste Paarung des inklusiven Wettbewerbs, auf die Matte. Mit ihrer eigenen Kata waren Andreas und Nina, bis auf Kleinigkeiten beim letzten Wurf, zufrieden. Danach konnten sie sich in Ruhe die weiteren Paarungen anschauen. Es wurde schnell klar, die anderen Paare haben ordentlich trainiert und sind deutlich besser geworden.

Es stellte sich die Frage: „Hat es zum dritten Titel gereicht?“

Bei der Siegerehrung stand das Ergebnis fest. Der Hattrick war geschafft!

Lisa Binner war als DJB-Bundesjugendsprecherin und Helferin vor Ort.

3. Landessportfest der Special Olympics NRW


Nina Völkel startete als Uke von Andreas Gramsch (Budokan Hünxe) bei den Special Olympics NRW in der Nage-no-kata für ID-Judoka.

Über 1.000 Athletinnen und Athleten mit geistiger Behinderung nahmen in 13 Sportarten an den Wettbewerben teil. Dazu kamen noch einmal rund 5.000 Turner, so dass insgesamt etwa 9.000 Sportler, Trainer und Helfer bei der viertägigen Veranstaltung zusammenkamen. Dazu gehörten natürlich auch Judo-Wettbewerbe. Der vierte und letzte Tag der Landesspiele startete mit dem inklusiven Kata-Wettbewerb, der bei Special Olympics „Unified-Kata“ genannt wird. Ein ID-Judoka führt eine Kata, die aus  fünf bzw. sechs Aktionen bestehen muss, mit einem nicht behinderten Partner durch. Einzige Bedingung: Der ID-Judoka muss der aktive Judoka (Tori) sein. Für die Unified Kata hatten sich sechs Paare in zwei Wettbewerben gemeldet.

Andreas und Nina erreichten wieder den ersten Platz.

Foto von der NWJV-Seite

Offene Stadtmeisterschaften in Duisburg 15.6.2019

Am vergangenen Wochenende fanden in Duisburg die Stadtmeisterschaften im Judo für die U10 bis U18 statt. Eingeladen waren auch die Oberhausener Vereine. Sie sammelten fleißig Edelmetall und stellen insgesamt sechs Stadtmeister, zwei davon vom PSV.

Vom PSV Oberhausen schafften es in der U 10 Taha Jaballah (29,1 kg) und Herman Buzhorskyi (-38 kg) jeweils mit einem 2. Platz sowie der jüngere Bruder Natan Buzhorskyi (35,5 kg) mit einem 3. Platz aufs Podium.

U 13: In dieser Jahrgangsklasse traten die Fait-Drillinge an: Leon, Stefan und Sofia. Leon kann sich in der – 37 kg-Klasse nach zwei gewonnenen Kämpfe jetzt Stadtmeister nennen. Sein Bruder Stefan Fait (– 40 kg) konnte dagegen mit zwei verlorenen Kämpfen in die Besetzung auf dem Podium nicht eingreifen.

Ihre Schwester Sofia trat in einem (gewichtsoffenen) PSV-Duell gegen Lea Pakalski an. Lea konnte hier ihre erheblich höhere Erfahrung ausspielen und konnte nach zwei Seoi-nage-Würfen, von denen sie einen im Haltegriff abschließen konnte, gewinnen. Julian Nehring (– 34 kg) hatte einen Kampf gewonnen, schied dann aber nach – durchaus umstrittener Kampfrichterentscheidung – aus.

U 15: Bis 66 kg musste Nico Nichotz in einer Fünfergruppe ran, jeder gegen jeden. Da er, trotz seiner erst geringen Kampferfahrung, einen Kampf gewinnen konnte, schafft er damit den 3. Platz.

Erfolgreich auch neben der Matte: Pokale im Fußball

Auch in diesem Jahr nahmen wir an Christi Himmelfahrt am traditionellen 22. Hallen-Fußballturnier des Judo-Kreises Bochum/Ennepetal teil. Schon häufig haben wir den ersten Platz und den Torschützenpokal mitgenommen. In diesem Jahr konnten wir nur mit einer rudimentären Mannschaft antreten.

Qualität und Einsatzbereitschaft führten zu nach dem 0 : 2 im Auftaktspiel über ein Unentschieden zu zwei weiteren Siegen. Im Halbfinale ging es gegen die Ausrichter und dann noch einmal gegen die beste Jugendlichenmannschaft. Platz 3 bedeutete dann einen Pokal und traditionell ein Fässchen.

Die Junioren hatten leider nur ein Spiel, welches sie aber glatt gewannen.

Judoka neben der Matte: Oberhausener Kultur

Am 17. Mai trafen sich 20 erwachsene Judoka, um neben der Judomatte mal wieder ein wenig Kultur zu tanken. In gewohnter guter Weise präsentierte der Stadtführer Ingo Dämgen uns, was es mit dem Peter-Behrens-Bau sowie dessen Architekten auf sich hat. Im Umfeld des Baus erklärte er uns, wie sich das Umfeld von der Stahlindustrie und dem Wohnumfeld hin zu Verwaltung und Start-Ups entwickelt hat. Viele waren zum ersten Mal auf der „Soda“-Brücke und erfuhren, wo ein alter Friedhof überbaut worden war.

Anschließend schloss ein gemeinsames Abendessen im Brauhaus den Tag ab.

Hochzeit von Lisa und Peter Binner

Lisa (vormals Kreth) und Peter Binner haben geheiratet. Auch hier war Judo also Sinn und Liebe stiftend.

Lisa ist seit Kindesbeinen an im Judo als Wettkämpferin und Trainerin für den PSV und mittlerweile bundesweit als Bundesjugendsprecherin im DJB tätig. Peter, vor einiger Zeit aus Berlin hier ansässig geworden, ist auf Bundes- und auch auf internationaler Ebene als Kampfrichter tätig. 2017 hat er die Bezirksligamannschaft des PSV Oberhausen verstärkt.

Judoka der Abteilung bildeten für die beiden mit ihren Gürteln eine Sperre, die gemeinsam durchbrochen werden musste.

Herzlichen Glückwunsch.

dav

Nina gewinnt bei der 4. Landesmeisterschaft inklusiven Kata


Bei der 4. Landesmeisterschaft Inklusiver Kata Wettbewerb 2019 nahmen insgesamt 4 Paare in der Katame-No-Kata und zwei Paare in der Nage-No-Kata teil. Die Landesmeisterschaft sollte eigentlich dieses Jahr erstmalig mit der Westedeutschen Katameisterschaft zusammen ausgetragen werden, jedoch musste diese Premiere wegen einer Terminkollision auf nächstes Jahr verschoben werden.

In der Nage-No-Kata war die Anzahl der Paare sehr gering. Neben Andreas Gramsch (1. Budokan Hünxe) und Nina Völkel nahm nur ein weiteres Paar teil. Trotz einer geringen Vorbereitungszeit, da Andreas erst vor ein paar Wochen von den Weltspielen in Abu Dhabi zurückgekommen ist, konnten Andreas und Nina ihren Titel verteidigen. Nun geht es am 29.06. zur Deutschen Katameisterschaft nach Erlangen. Mit hoffentlich mehr Gegnern, einer längeren Vorbereitungszeit und der Verteidigung des Titels.

Nina macht den ersten Platz beim Internationalen Senioren-Cup in Bochum

30.03.2019

Nina Völkel nahm am Internationalen Senioren-Cup in Bochum teil. Normalerweise kämpft Nina bis 63 kg in der NRW-Liga der Frauen. Heute war sie mit 63,7 kg eingewogen und startete mit zwei anderen Kämpferinnen in der Altersklasse bis 40 Jahre bis 76 kg als Leichteste. Den ersten Kampf gegen die Schwerste der Gruppe konnte sie mit Kampfrichterentscheid nach Gleichstand nach der vollen Kampfzeit für sich entscheiden. Ausschlaggebend war ein Haltegriff, den Nina für 9 Sekunden halten konnte. Dies führte zwar nicht zu einer Wertung, aber zu dem wichtigen Vorteil. Im zweiten Kampf hatte sie eine Gegnerin mit einem sehr starken, dominierenden Griff, der Nina zu schaffen machte. Dennoch konnte Nina sie mit einem Fußfeger (De-ashi-barai) bereits nach kurzer Kampfzeit erwischen und dadurch Ippon werfen. Damit hat sie das Podium ganz oben redlich erkämpft.

Mitgliederversammlung ehrt alte Mitglieder und wählt neuen Vorstand

Am 14. März trafen sich immerhin 21 von insgesamt 94 Mitgliedern der Abteilung Judo des PSV Oberhausen zur diesjährigen Jahresversammlung. Der Vorsitzende Winfried Leo begrüßte die Anwesenden und den 1. Vorsitzenden des Hauptvereins, Uli Kenzer. Dieser durfte die Mitglieder Yassine Oualyali mit der bronzenen Ehrennadel für 10 Jahre, die Mitglieder Julia Winter und Sebastian Höffkes mit der silbernen Nadel für 20 Jahre Treue zum Verein ehren.

Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstandes wurde wie jedes Jahr die Hälfte des Vorstandes neu für zwei Jahre gewählt. In diesem Jahr war der zweite Vorsitzende neu zu besetzen. Gerd Schäfer, der das Amt 10 Jahre inne hatte, trat nicht mehr an. Als Pressewart bleibt er aber weiterhin im erweiterten Vorstand. Peter Binner bewarb sich um das Amt und wurde einstimmig in Abwesenheit gewählt. Natürlich hatte Peter im Vorfeld die Annahme bei Wahl bereits zugesagt. Wiedergewählt wurden Detlef Schemann als 1. Kassierer, Sascha Völkel als Sportwart und Stefan Höffkes als Sozialwart. So ist der Vorstand auch ein weiteres Jahr vollständig besetzt. Nachdem einige weitere Punkte besprochen wurden, konnte auch der Termin für die Mitgliederversammlung für das nächste Jahr sofort festgelegt werden: 16.03.2020. Nach knapp einer Stunde war die Versammlung dann schon wieder Geschichte.

PSV Judoka beim Grand Slam in Düsseldorf

Vom 22.02. – 24.02.2019 wurde der Judo Grand Slam in Düsseldorf ausgetragen. Es ist eines des größten Turniere der IJF World Tour.

700 Kämpfer der Weltspitze aus 100 Nationen waren in 14 Gewichtsklassen angetreten, um die Sieger zu ermitteln und um wichtige Qualifizierungspunkte für Olympia zu sammeln. Hinter den Kulissen waren viele ehrenamtliche Helfer unterwegs, um solch ein Großereignis zu realisieren. 9000 Zuschauer sorgten für die richtige Atmosphäre.

Mit dazu beigetragen haben drei PSV-Judokas als freiwillige Helfer.

Marina Möhner und Benjamin Rottmann waren als Kampfrichter hinter den Kulissen tatkräftig an der Veranstaltung beteiligt. Primär waren Sie bei der Judogi-Kontolle tätig, da auf solch hochkarätigen Veranstaltungen – an denen Judokas aus dem Nationalkader sowie Olympia- und Weltmeister teilnehmen – alle Kämpfer ihren Judogi auf Korrektheit überprüfen lassen müssen und das vor jedem Kampf

Hierbei liegt das Hauptaugenmerk auf der richtigen Größe des Judogis, weil der Gegner im Wettkampf auch genügend „Stoff“ zum Greifen haben muss. Ebenfalls muss überprüft werden, ob der getragene Judogi von der Internationalen Judo Föderation (IJF) auch erlaubt ist, was mittels UV-Licht überprüft wird. Hierbei müssen die auf dem Judogi und dem Gürtel aufgenähten Label eine bestimmte Reflexion ähnlich wie bei Geldscheinen hervorrufen.

Lisa Kreth war als Bundesjugendsprecherin des Deutschen Judobundes vor Ort und unterstützte das Juniorteam bei den Ständen zu den Themen Judo-Safari, Prävention sexualisierte Gewalt und am Jugendstand. Dort konnte sie viele der deutschen Teilnehmer kennenlernen.

Es waren wie jedes Jahr anstrengende aber schöne Tage.